"Das pralle Leben in fast vergessenen Liedern"
Volksliedprogramm mit Sängerin, Blockflötistin, Gitarristin & Gambist
Vier Musikerinnen und Musiker waren eigens aus Bremen angereist, um uns im Wohnpark auf eine musikalische Reise durch die Welt der Volkslieder mitzunehmen. Frau Klein aus unserer sozial-kulturellen Abteilung, die den Konzertnachmittag begleitete, kündigte das Quartett augenzwinkernd und liebevoll als unsere „Bremer Stadtmusikanten“ an.
Unter dem Titel „Das pralle Leben in fast vergessenen Liedern“ präsentierten Hanna Thyssen (Gesang), Martina Bley (Blockflöten), Marina Lysak (Gitarre) und Olaf Tetampel (Gesang und Viola da gamba) ein abwechslungsreiches Programm. Die Lieder waren zu verschiedenen Themenblöcken zusammengestellt – von der Liebe über Natur und Jahreszeiten bis hin zu Tanz und Lebensfreude.
Dabei gab es nicht nur viel zu hören, sondern auch einiges zu erfahren: Martina Bley erzählte zwischen den Stücken Wissenswertes und Unterhaltsames rund um die ausgewählten Lieder und ihre Hintergründe. Auch musikalisch gab es viel zu entdecken: Unterschiedlichste Blockflöten kamen zum Einsatz und Marina Lysak entlockte ihrer Gitarre eine erstaunliche Bandbreite an Klängen – mal lyrisch und ruhig, mal temperamentvoll und lebhaft. Mit der Viola da gamba brachte Olaf Tetampel ein besonders schönes und heute nur noch selten zu hörendes Instrument mit. Zwischendurch unterstützte er das Ensemble auch gesanglich.
Für eine besondere Überraschung sorgte ein kleiner Vogelstimmenimitator: ein unscheinbares Tongefäß, das mit etwas Wasser gefüllt wird. Hineingeblasen, verwandelte es sich plötzlich in eine kleine Vogelschar. Das Zwitschern, das Frau Bley dem Tongefäß entlockte, klang so täuschend echt, dass man beinahe meinen konnte, die Vögel seien direkt in unseren Veranstaltungssaal geflogen.
Der Konzertnachmittag war sehr gut besucht, und die Begeisterung im Publikum war deutlich zu spüren. Die vier Gäste aus Bremen bescherten uns einen ebenso unterhaltsamen wie besonderen Nachmittag und zeigten, wie viel Leben, Humor und Schönheit in alten und beinahe vergessenen Liedern stecken.
Anke Helène