„Was wäre, wenn …“

„Was wäre, wenn …“

Rückblick Gedächtnistraining & Gesprächskreise

Das Leben im Wohnpark Kranichstein bietet den Bewohnenden unterschiedlichste Aktivitäten, und ein Schwerpunkt ist das Gedächtnistraining, das bereits seit mehr als 20 Jahren einen festen Platz im Veranstaltungskalender einnimmt. Mittlerweile können die Seniorinnen und Senioren in vier Kursen ihre geistige Fitness trainieren. Es sind sehr unterhaltsame Stunden, die neben den Übungen auch Freude und Spaß vermitteln. Oft entstehen auch lebhafte Diskussionen zu bestimmten Themen oder Erinnerungen werden wach. Auch die Gesprächskreise finden seit vielen Jahren mehrmals wöchentlich statt.

Das Gedächtnistraining und die Gesprächskreise sind für Senioren und Seniorinnen eine großartige Möglichkeit, die geistige Fitness zu fördern und das Gedächtnis zu stärken. Das Gehirn benötigt immer neue Reize, deshalb variieren die Aufgaben im Gedächtnistraining, auch werden immer wieder Koordinations- und Bewegungsübungen eingebaut. Die Themen in den Gesprächskreisen wechseln ebenfalls, und ob Kunst, Natur oder Jahreszeiten, zwischenmenschliche oder geschichtliche Themen – der Gesprächsstoff geht den Teilnehmenden nie aus.

Frau Christian und Frau Dorst-Karaoglu von unserer sozial-kulturellen Abteilung geben Impulse, bringen Bilder, Gegenstände oder Kurzgeschichten mit, der Rest aber kommt von den Teilnehmenden selbst. Beide Veranstaltungsangebote hatten in den letzten Wochen einen Themenschwerpunkt: „Was wäre, wenn …“.

Fragen oder Diskussionsgrundlagen waren dabei zum Beispiel „Was wäre, wenn Sie ein Tier wären?“, „Was wäre, wenn Sie einen Tag mit einer Person tauschen könnten?“, „Was wäre, wenn Sie einen Wunsch freihätten?“ oder „Was wäre, wenn Sie mit einer Zeitmaschine in eine andere Zeit reisen könnten?“.

Egal, ob es um einen freien Wunsch oder den Tausch mit einer bekannten Persönlichkeit ging, die häufigsten Antworten hatten immer zwei Gemeinsamkeiten: Frieden und Gesundheit. Viele Senioren und Seniorinnen betonten, dass ihnen im Alter verstärkt klar werden würde, wie wichtig ein friedliches Miteinander sei und dass Gesundheit das höchste Gut sei. Wenn sie könnten, würden sie alle Kriege auf dieser Welt beenden.

Bei Gesprächen rund um Zeitreisen und bekannte Persönlichkeiten wurden auch immer wieder herausragende Frauen genannt. Eine Seniorin wollte statt in die Vergangenheit lieber in die Zukunft reisen, um zu sehen, wie gut wir mit großen Veränderungen wie Künstlicher Intelligenz zurechtkommen.

Als es um die Frage nach einem Tier ging, das die Teilnehmenden gerne wären, wurde oft ein Tier gewählt, das ihnen charakterlich ähnlich ist. Auch frei wie ein Vogel zu sein und überallhin fliegen zu können, war ein Wunsch vieler. Das Känguru wurde von einer Seniorin aus einem besonderen Grund ausgewählt: Sie würde gerne all ihre Kinder und Enkelkinder im Beutel ganz nah bei sich haben. Schön war auch die Erinnerung einer Teilnehmerin an ihren Hund – der wurde von der ganzen Familie so verwöhnt, dass sie gerne mit ihm für einen Tag getauscht hätte.

 

Was für ein Tier bin ich?

Deutschland hat den Bundesadler,

Frankreich hat den Hahn,

und ebenso hat Großbritannien einen Vogel.

Aber was für einen Vogel?

Seine Stimme klingt wie Poesie mit Flügeln,

der Bauch ist rot, so rot wie englischer Tee bei Sonnenuntergang.

Übrigens im Königreich Großbritannien nennt man mich „Robin“, das gefiederte Wappentier.

Antwort: Das Rotkehlchen.

                                     

Anke Helène