„Kommt alle!“

„Kommt alle!“

Heinerschoppe zum Darmstädter Heinerfest

Die Irritation war groß, als Ende Juni statt des gewohnten und beliebten Dämmerschoppens per Plakat ein sogenannter „Heinerschoppe“ angekündigt wurde.

Hatte sich etwa die Soku verschrieben oder was verwechselt? Was soll denn das sein, der „Heinerschoppe“?

Nun, kundige Darmstädterinnen und Darmstädter kannten und kennen zumindest den Begriff „Heiner“ als Bezeichnung für den waschechten und mit Woogswasser getauften Bürger der Stadt. Da diese Zusammenkunft für den ersten Freitag im Juli terminiert war, musste es irgendwie mit dem „Heinerfest“ zu tun haben, welches seit 1951 jedes Jahr am ersten Juli-Wochenende von den Darmstädterinnen und Darmstädtern gefeiert wird.

Viele unserer Bewohner, ob „Heiner“ oder Zugezogene, können oder wollen eins der größten Innenstadtfeste Deutschlands nicht mehr besuchen, so sollte das Heinerfest zumindest symbolisch in den Wohnpark kommen.Es gab Bratwurst und Brötchen, Bier und einen Teller mit Süßigkeiten, die man an den Ständen auf dem Heinerfest kaufen könnte. Insgesamt war es ein wunderschöner, warmer Sommertag, richtiges Heinerfest-Wetter, an dem die Bewohnerinnen und Bewohner lange auf der Terrasse sitzen und sich unterhalten konnten.

Eine Fotowand war aufgebaut, auf der viele bekannte Persönlichkeiten zu sehen waren, die sich als echte „Heiner“ bezeichnen, darunter auch Günther Strack. Außerdem erzählte sie ein paar Hintergrund-Geschichten zum Heinerfest und sprach über die Entstehung der typischen Figuren von Helmut Lortz. Immerhin hat Darmstadt auch eigene Ampelmännchen, nämlich „Heiner“ und „Lisettsche“. Die beiden kann man an der Ampel am Hessischen Landesmuseum sehen.

Eine Bewohnerin präsentierte voller Freude zwei Anstecker aus den Jahren 1951 und 1952, die sie als 14- und 15-Jährige beim Besuch des Heinerfestes erworben hatte. An den Tischen war ein reger Austausch von Anekdoten über die Heinerfest-Besuche der letzten Jahrzehnte im Gange. Bei kühlen Getränken, Bratwurst und Schokoküssen fühlte man sich fast wie auf dem Originalfest. Es war vermutlich etwas ruhiger und das Karussell und das Riesenrad fehlten, aber das bekommt die Soku bestimmt auch nochmal hin …

Melanie Christian