Ausflug zu Luna Alpakas in Arheilgen

Ausflug zu Luna Alpakas in Arheilgen

Alpakakuscheln macht glücklich!

Gleichzeitig kamen unsere Kleinbusse auf der holprigen Feldstraße in Arheilgen an: Aus dem einen Bus stiegen Kinder zwischen drei und fünf Jahren, aus dem anderen Bus stiegen Senioren zwischen 80 und 90 Jahren. Berührungsängste gab es trotz des Altersunterschiedes keine, ganz im Gegenteil: Einige erkannten sich freudig vom letzten gemeinsamen Ausflug zum Spargelhof wieder.

Auf dem Alpakahof erwartete uns ein weitläufiges Gelände, auf dem wir von Hühnern und einem bunten Hahn begrüßt wurden. Und natürlich von Petra Nothnagel-Kölsch, Besitzerin und Chefin der Luna Alpakas. Bevor wir die Tiere näher kennenlernen durften, saßen wir in einem Stuhlkreis auf der Wiese und erfuhren viel Wissenswertes über die Tiere und den Hof. Um uns herum summten die Bienen, der Flieder duftete und das ein oder andere Alpaka kam neugierig an den Zaun. Vor allem aber mussten die Hühner und der Hahn besänftigt werden. Dazu verteilte Frau Nothnagel-Kölsch Mehlwürmer – und ermunterte uns, die proteinreichen und wie Flips schmeckenden Mehlwürmer selbst zu probieren. Ein paar mutige Kinderhände erhielten die kleinen getrockneten Würmchen und ein Bewohner traute sich sogar, den ungewohnten Snack zu probieren. Mehr Spaß machte es aber dann doch, sich diese von den Hühnern aus der Hand holen zu lassen.

Die erste Frage aus unserer Gruppe war dann natürlich: Spucken Alpakas auch? Die Antwort: Ja. Aber: Nur, wenn sie sich bedroht fühlen bzw. zur Klärung der Rangordnung, bei Futterneid oder zur Verteidigung, wobei meist andere Artgenossen getroffen werden. Menschen werden selten angespuckt.

Nach kurzer Aufklärung, wie wir uns verhalten sollten (ruhig und den Tieren nicht von hinten nähern), ging es endlich ins Gehege; wir besuchten erst die männlichen, dann die weiblichen Alpakas, die jeweils getrennte Bereiche haben. Teilweise neugierig beschnuppert, teilweise ignoriert, bewegten wir uns langsam inmitten der Tiere. Immer mit dabei: Frau Nothnagel-Kölsch mit etwas Futter zum Ablenken. Auch wir hielten alle jeweils die Hände offen hin, um die Tiere zu füttern und dabei mit der anderen Hand ein bisschen von dem weichen Fell streicheln zu können. Angenehm war, mit welcher Ruhe dies alles geschah.

Alpakas strahlen solch eine Ruhe und Freundlichkeit aus, dass man sich sehr schnell mit den Tieren verbunden fühlt. Die Ruhe der Tiere ging unmerklich auf uns Menschen über. Auch die Kinder bewegten sich respektvoll und langsam. Es war sehr schön, zu sehen, wie Kinder, Erwachsene und Tiere aufeinander reagierten. Ein Weibchen stand einfach nur da, mit halb geschlossenen Augen, und ließ sich den Hals streicheln. Sie genoss es offenbar, so viel Aufmerksamkeit zu bekommen. Im Gegensatz zu den anderen Tieren ignorierte sie die immer angebotene Hand mit Fressen mit weggedrehtem Kopf. Aber streicheln fand sie gut!

Der Höhepunkt war der Fototermin mit Samuel, einem fast weißen Tier – er zeichnete sich durch seine besonders ruhige, ausgeglichene Art aus und wurde deshalb von Frau Nothnagel-Kölsch zum Kuscheln ausgewählt. Die glücklichen Gesichter dabei sprachen für sich.

Dieser Besuch war eine ganz wunderbare Erfahrung und ein toller Ausflug in Kooperation mit der SGA-Kita. Wir danken dem Luna-Alpaka-Team, das es möglich macht, mit diesen besonderen Tieren in Verbindung zu kommen. Und großes Kompliment an Frau Nothnagel-Kölsch, die es schafft, die zwischendurch wuselige Tier- wie Menschenherde zu überschauen und zu lenken.

Melanie Christian