Welchen Beruf lerne ich?
Wohnpark stellt Ausbildungsberufe bei Kranichsteiner Stellenbörse vor
Der Übergang von Schule in Ausbildung und Beruf ist für viele junge Menschen nicht einfach. Die Frage nach dem „was mache ich nach der Schule?“ ruft häufig nur ein hilfloses Schulterzucken hervor. Um verschiedenste Berufsbilder sowie Ausbildungsbetriebe in Kranichstein und der Region den Schülerinnen und Schülern näherzubringen, fand am 5. November in der Erich-Kästner-Schule (EKS) erstmalig eine Ausbildungsbörse statt. Die Orientierungsveranstaltung wurdein Kooperation mit dem Netzwerk ABBA – Ausbildung, Bildung & Arbeit in Kranichstein angeboten.
Attraktiv wie die Polizei
Auch der Wohnpark Kranichstein war als ein Kooperationspartner von ABBA mit einem Stand auf der Börse vertreten. „So attraktiv wie die der Messestand der Polizei sind wir dann doch nicht“ resumiert lachend Dagmar Gutjer, Pflegedienstleitung im Wohnpark, über den Andrang der Jugendlichen im Alter von 15 bis 17 Jahren. Doch es gab auch welche, die starkes Interesse an einem Pflegeberuf gezeigt hätten, sagt die Leiterin. Der Wohnpark bietet insgesamt 12 Stellen für Auszubildende an, - für AltenpflegerInnen und AltenpflegehelferInnen. Für ersteres braucht man den Realschulabschluss und eine anschließende 3jährige Ausbildung.
Für den Helfer ist der Hauptschulabschluss und eine 1 jährige
Ausbildungszeit gefordert.
Kommunikative und soziale Kompetenz
Wer glaubt, dass sich nur weibliche Schülerinnen für den Beruf interessieren irrt: Insgesamt 30 % der Azubis im Bereich Altenhilfe sind männlich. Auf die Frage, welche Eigenschaften die Schulabsolventen nun mitbringen sollten, nennt Dagmar Gutjer zuallererst „kommunikative und soziale Kompetenz“. Außerdem sollten die Jungs und Mädchen geduldig sein und keine Berührungsängste vor Menschen haben. Eine praktische Veranlagung sei auch von Vorteil, bekräftigt Gutjer. „Schließlich wird der Alltag mit den pflegebedürftigen Menschen gestaltet, da wären beim Strümpfe anziehen zwei linke Hände nicht ideal und oftmals wird auch zusammen mit den Bewohnern gekocht oder gebastelt.Multi-Kulti ist Normalität
Dass die Stellenbörse eine gute Entscheidungshilfe für die Schülerschaft der EKS darstellt, davon ist Dagmar Gutjer überzeugt. Das bunte Nationenverhältnis im Stadtviertel Kranichstein spiegelt sich auch bei den Mitarbeitern des Wohnpark wieder. „Multi-kulturell in der Belegschaft sind wir hier schon seit Jahren“, betont Gutjer, die in ihrem Bereich die Azubis betreut - „da sind wir sehr offen“. AusErfahrung weiß sie, dass es ausländische Jugendliche woanders oftmals schwer haben eine Ausbildungsstelle zu finden.Enge Kooperation zeigt der Wohnpark auch in anderen Projekten, so z. b. absolvieren jährlich EKS-Jugendliche den praktischen Teil des Schub-Förderprogrammes im Haus. Das Landesprogramm will lernschwachen Schülern den Hauptschulabschluss ermöglichen und den Übergang zu einem qualifizierten Ausbildungsplatz fördern.Adresse: www.netzwerk-abba.de
Ansprechpartnerin
Frau Dagmar Gutjer (Pflegedienstleitung)
Tel.: 06151-739510
Email: gutjer@wohnpark-kranichstein.incura.de