Kreativität im Dritten Lebensalter – Malerinnen

Ina Pollakowski (stehend links) mit den Kunstwerkenden (Frau Gottwald, Mügge, Gramann, Pfäffle, Neumann)

Kunstkurs von Ina Pollakowski bringt schlummernde Talente ans Licht

Manche haben erstaunlicherweise erst nach dem 80sten Lebensjahr angefangen: Mit dem Malen in dem seit 2004 bestehenden Kunstkurs, geleitet von der Bewohnerin des Wohnpark Kranichstein, Ina Pollakowski. Die selbst im achten Lebensjahrzehnt stehende Autodidaktin gibt Malkurse in den Räumen des Wohnstifts und ist davon überzeugt, dass Lernen – und vor allem die Aktivierung von unentdeckten Fähigkeiten - keine Altersgrenze kennt.

Die Kursgeberin Ina Pollakowski stellte sich dem Abenteuer Malen nach schweren Schicksalsschlägen, nach dem Tod ihres Mannes und ihrer Schwester. „Arbeiten und kreativ sein mit Stift und Farbe hat mich meine Trauer und eigenen Ängste verarbeiten lassen“ erzählt die aktive Bewohnerin. Ihr künstlerisches Vorbild ist die Darmstädter Künstlerin Marianne Mischke, bei der sie auch ihre ersten Malkenntnisse erhielt. Dass sie heute selbst unterrichtet, dazu war auch der spannende Prozess nötig, ihre Kenntnisse anderen Interessierten zu vermitteln. Offensichtlich hat das gut geklappt, wie man an der Begeisterung der Teilnehmerinnen ablesen kann.

Vertieft in das Malen mit Aquarellfarben

Die Werke der Hobby-Künstlerinnen sind in Farbe mit Aquarelltechnik gefertigt, aber auch an stilvolle Zeichnungen, Seidenmalerei, Glasätzungen und bezaubernde Porzellanmalerei wagten sich die „Kunstschülerinnen“ bislang heran. Dabei scheint es egal zu sein, ob diese früher in Freizeit oder Beruf schon mal mit Malerei zu tun hatten. Von der gelernten Kontoristin bis hin zur Schneiderin werden jetzt bislang schlummernden Talente auf der Leinwand oder anderen Materialien sichtbar. Und mittlerweile zeigen regelmäßige hausinterne Präsentationen die Ergebnisse dieser kreativen Arbeit!

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